Ausstellung: Der Weg der Tusche
17.07.2026GymnasiumKunst
Wie viel Ausdruck in einem einzigen Pinselstrich liegen kann, zeigte die Ausstellung „Der Weg der Tusche“ eindrucksvoll. Rund 70 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg durch die performativen, monumentalen Papierschleifen in den dritten Stock zur Ausstellungseröffnung und tauchten dort in die faszinierende Welt der ostasiatischen Tuschemalerei ein.
Unter den Gästen waren neben zahlreichen Eltern der Schülerinnen und Schüler auch viele Lehrerinnen und Lehrer, darunter Frau Engel, Herr Assel und Herr Maletius.
Den Auftakt gestalteten die beiden Schüler Ludwig Eckert und Gabriel Mendoza Köhler mit einer Ansprache. Sie eröffneten den Abend mit einem koreanischen Sprichwort:
„Der Weg des Pinsels ist der Weg des Lebens. Jeder Strich ist ein Spiegelbild des inneren Seins des Künstlers.“
Dieses Zitat beschreibt den besonderen Charakter der Tuschemalerei: Jeder Pinselstrich entsteht bewusst und mit großer Konzentration. Die Malerei wird zu einem meditativen Prozess, bei dem innere Gedanken und Gefühle sichtbar werden.
Auf mehreren großen Tischen präsentierten die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre ersten Übungsblätter und erklärten, wie sie die meditativen Striche mit dem dicken Pinsel auf feinem Chinapapier gezogen hatten.
Auf dieser Grundlage entwickelten die Schülerinnen und Schüler schließlich ihre ganz eigenen Bildideen. Dabei entstanden Werke zu unterschiedlichen Themen – von natürlichen und abstrakten Landschaften bis hin zu ausdrucksstarken Porträts. Die von Frau Lang vorgestellte expressive Malerei inspirierte sie zusätzlich dazu, abstrakte Ideen umzusetzen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Die Besucherinnen und Besucher nahmen sich viel Zeit, die Werke aufmerksam zu betrachten und die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Auch Herr Ulf Geer, Fachreferent für Kunst an der MB-Dienststelle, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Sorgfalt der entstandenen Arbeiten. Besonders hob er den interkulturellen Aspekt hervor:
„Das hat schon mal einen Bezug zu Transkulturalität.“
Neben den Kunstwerken sorgte auch das liebevoll vorbereitete Buffet für Begegnungen und Gespräche – die mitgebrachten Köstlichkeiten der Schülerinnen und Schüler waren jedoch schnell weg. So war die Ausstellungseröffnung „Der Weg der Tusche“ ein rundum gelungener Abend.