Strategien gegen Prüfungsangst
09.12.2025RealschuleBeratungFSWPartner & Förderer
Prüfungsangst gehört für viele Schülerinnen und Schüler zum Schulalltag. Wie man mit diesem belastenden Gefühl konstruktiv umgehen kann, damit beschäftigte sich die Klasse R6b in einem Workshop. Frau Rümenapf und Frau Schröppel, zwei Fachreferentinnen der Stadtmission Nürnberg, begleiteten die Klasse durch einen Tag voller praktischer Übungen. Im Seminar erarbeiteten sie hilfreiche Strategien, um Angstmomenten mutig zu begegnen.
Am Anfang überlegten die Teilnehmenden, wo Angstgedanken herkommen und wie man sie in Mutgedanken verwandeln kann. Im nächsten Schritt konnten sie dann praktische Methoden ausprobieren. Die 5-4-3-2-1-Übung schärft die Sinne und hilft, über bewusstes Sehen, Hören und Fühlen den Körper zu beruhigen. Eine aufrechte Körperhaltung – fester Stand, gerade Schultern, erhobener Kopf – kann das Selbstvertrauen stärken und unterstützt dabei, sich innerlich mutig zu fühlen.
Die Referentinnen zeigten anhand einer App weitere Übungen, die veranschaulichen, wie unser Körper unsere Stimmung beeinflussen kann. Dazu gehören Lächeln, die Schlürfatmung (wie durch einen Strohhalm atmen), Summen oder Singen. Zudem sind Bewegung und Sport wichtig, weil sie helfen, Stresshormone schneller abzubauen. Besonders hilfreich in Prüfungssituationen ist die ruhige, bewusste Bauchatmung.
In kleinen praktischen Stationen stellten die Teilnehmenden anschließend ihre eigenen Anti-Stressbälle her. Bei einem „Duftspaziergang“ konnten die Kinder die beruhigende Wirkung von Aromen wie Lavendel, Zimt oder Grapefruit ausprobieren. Danach durften sie ein Tuch mit ihrem persönlichen Lieblingsduft mitnehmen.
Der Workshop bot vielfältige Anregungen, um Angst nicht aus dem Weg zu gehen, sondern ihr mit Mut zu begegnen. Wir danken Frau Rümenapf und Frau Schröppel für das informative Seminar und die vielen hilfreichen Anregungen für unsere Schülerinnen und Schüler. Sie verfügen nun über konkrete Strategien, mit denen sie Angstgedanken vor Prüfungen selbstbewusst entgegenwirken können.
Ermöglicht und organisiert wurde der Workshop durch den Förderverein für Schulsoziarbeit an der WLS (FSW).