Wochenend-Skifreizeit: eine Fahrt mit Zukunft
21.01.2026GesamtschulePartner & FördererSchulfahrtSport
Lernen endet nicht an der Klassenzimmertür. Gerade außerhalb des Schulalltags entstehen Erfahrungen, die Gemeinschaft stärken und nachhaltig wirken. Die diesjährige Wochenend-Skifreizeit ab der 9. Klasse hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll solche Lernorte sein können.
Die Idee zu dieser Fahrt ist nicht neu. Bereits 2016 fand eine erste Wochenend-Skifreizeit statt, die bei allen Beteiligten große Begeisterung ausgelöst hatte. Leider verhinderten in den folgenden Jahren verschiedenste Rahmenbedingungen eine Wiederholung. Erst vor etwa vier Jahren griff Thomas Scherner das Konzept wieder auf. Mit Svenja und Sebastian Giebel fanden sich zwei engagierte Mitstreiter, die mit viel Herzblut den Grundstein für ein neues Organisationsteam legten.
Perfekte Bedingungen in Hochfügen
Der entscheidende Impuls folgte schließlich im Jahr 2025 fast zufällig: Eine frühere Unterkunft in Hochfügen meldete sich und hatte Kapazitäten frei. Direkt an der Piste gelegen und nur wenige Meter vom Lift entfernt boten sich ideale Bedingungen für ein intensives Wochenende im Schnee. So entstand ein attraktives Angebot für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse – bewusst als Ergänzung zur einwöchigen Skifreizeit in den Osterferien. Voraussetzung war sicheres Fahren auf roten Pisten, wodurch Eigenverantwortung und Sicherheit von Beginn an im Mittelpunkt standen. Die große Nachfrage bestätigte das Konzept: Die Fahrt war in kürzester Zeit ausgebucht.
Am Freitag startete die Gruppe direkt nach Schulschluss in Richtung Tirol. Schon die Anreise wurde zum Erlebnis: Schneesturm im Zillertal, dichte Flocken und die letzte Bergauffahrt im „Schneekettenschleichmodus“ steigerten die Vorfreude spürbar. Gegen Abend erreichten alle wohlbehalten die Montanaalm auf 1.540 Metern Höhe. Nach dem gemeinsamen Abendessen und einer kurzen Informationsrunde verbrachte die Gruppe einen fröhlichen ersten Abend.
Traumhafte Skitage
Der Samstag präsentierte sich mit frischem Neuschnee und hervorragenden Pistenbedingungen. Dank des durchweg sicheren Fahrkönnens konnten sich die Jugendlichen selbstständig in Kleingruppen im Skigebiet bewegen. Verantwortungsbewusst, rücksichtsvoll und mindestens in Dreiergruppen unterwegs genossen sie einen gelungenen Skitag, der am Abend mit Lasagne und Kaiserschmarrn in geselliger Atmosphäre ausklang.
Am Sonntag legte der Winter noch einmal nach: Rund 15 Zentimeter Neuschnee über Nacht und strahlender Sonnenschein sorgten für perfekte Pisten. Besonders beeindruckend war aber das Miteinander auf und neben der Piste. Erfahrene Fahrerinnen und Fahrer unterstützten andere ganz selbstverständlich, gaben Tipps und stärkten so den Zusammenhalt. Neue Kontakte entstanden über Klassen- und Schulartgrenzen hinweg – ein lebendiges Beispiel für das christliche Leitbild unserer Schule. Selbst Lernzeiten am Abend wurden eigenständig und verantwortungsbewusst genutzt.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto vor beeindruckender Bergkulisse trat die Gruppe am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr die Rückreise an. Am Abend kamen alle müde, aber glücklich wieder in Nürnberg an – mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck.
Das Fazit ist eindeutig: Die Wochenend-Skifreizeit ab der 9. Klasse ist eine sinnvolle und wertvolle Ergänzung zum bestehenden Skifahrtenkonzept. Sie verbindet sportliche Herausforderung mit Gemeinschaft, Verantwortung und persönlicher Entwicklung – und zeigt, wie Lernen außerhalb des Klassenzimmers gelingen kann.
Ein herzlicher Dank gilt neben den Organisationsverantwortlichen auch dem engagierten Team vor Ort, der Schulleitung sowie der Wilhelm-Löhe-Schulsportgemeinschaft e.V.
Mit viel Motivation blickt das Team nun nach vorne – und arbeitet daran, die Wochenend-Skifreizeit auch im Jahr 2027 wieder möglich zu machen.